Renate Busam
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Ausdrucksformen des „inneren“ Schmerz-Kindes

 

Hier einige zentrale Formen der Begrenzung des inneren Kindes
(als Stereotype formuliert, die natürlich oft miteinander vermischt erscheinen und intuitiv wahrgenommen und verstanden werden müssen ):

  • das tote Kind:
    oft in Verbindung mit struktureller Gewalt, mit Formen der Traumatisierung.
    Das Kind ist desintegriert im Ichkern = kann sich nicht fühlen, ist getrennt von sich, getrennt vom Einheitsbewusstsein: Isolation und Selbsthass
    es sagt: ich hasse (mich)
  • das Schmerzkind:
    Verzerrungen in der Selbstwahrnehmung (Kluft zur Wahrnehmung der anderen), nicht bewusste Abspaltungen. Ich-Überlagerungen und Deformationen auf der Grundlage vorgeburtlicher Prägungen, die sich durch das Familiensystem entfaltet haben und sich zeigen als Einsamkeit, Angst, die Furcht, falsch zu sein, nicht zu genügen, etc.
    oft entstanden durch zu starke unbewusste Überlagerung der Ursprungsmatrix durch Familienthemen, durch Abspaltungen bestimmter familiärer Erfahrungsmuster
    aber auch als Folge der existentiellen Grunderfahrung jeden menschlichen Lebens: der Schock, aus der ursprünglichen Einheit gefallen zu sein (daher unser aller Sehnsucht nach Symbiose)
    Als Variante des Schmerzkindes und als dessen Schutzschild:
  • das Wutkind
    es sagt: ich bin nicht da, ich verstecke mich, ich wehre ab, ich will nicht...
  • das stumme Kind:
    Mangel an Unterstützung und Halt in der Familie oder Grenzüberschreitungen-oft nicht vorgeburtlich verursacht, also nicht von der Seelenmatrix vorgegeben. Zeigt sich in seiner Vorliebe für Rückzug (braucht Schutz oder Tarnung), hat Mangel an Vertrauen ...
    ist aber mit sich in Kontakt und kann sich gut fühlen -
    es sagt: ich kann nicht sprechen, aber ich weiss es

Das „entgrenzte „ innere Kind ist das geheilte, weil in seinem Ichkern geeinte Kind.
Erfahrungen mit Formen des entgrenzten Kindes sind für den spirituellen Weg eine wichtige Grundlage.
Sie schaffen die Möglichkeit, das Ich als Einengung, seinen unfreien Ausdruck, aber auch die karmischen Erlebnismuster des Familienkörpers zu verlassen und sogar die Matrixvorgaben zu transzendieren. Leben erscheint dann weder karmisch noch dharmisch (ich bin was ich bin ), sondern Leben ereignet sich dann spontan aus tieferen un-persönlich, aus universellen Zusammenhängen und wir nehmen Leben als Gnade und Freiheit wahr und fühlen Dankbarkeit zu SEIN (Ich Bin).
Unser inneres geheiltes Kind ist so im fühlenden Ichkern Brücke zur Transzendenz.
Das ent-grenzte Kind hat beständigen, stabilen Kontakt zur Einheitskraft der inneren Mitte (das Ich und innere Mitte sind eins) und das Kind findet dort unbewusst Sicherheit und unabhängig- Sein.
Mögliche Ausdrucksformen könnte man so beschreiben:

  • das freie, dynamisch , “verrückte„ , kreativ-spontane Kind (auch Grandiosität-ich bin der Groesste), im Bezug neugierig und offen, ist nicht zuhalten, rückt mit positiver Begeisterung der Welt zuleibe-...
  • das mitfühlende, wissende Kind-es erfasst unbewusst auch komplexe unbewusste Strukturen der anderen und reagiert auf diese
  • das selbstvergessene, unschuldige Kind -versunken im SEIN auf ganz natürliche Weise- es ist in sich ruhend unabhängig und glücklich-
    sein spontanes Handeln entspringt nicht dem Aussen (sozialen Mustern usw.), sondern „unschuldig“ den unpersönlichen Einheitsebenen der inneren Mitte.